Karsamstag / Ostersamstag?
Der Volksmund nennt ihn Ostersamstag, doch Ostern ist erst am Sonntag. Es ist heute Kar-Samstag.
Kurz vor seiner Beisetzung (Karfreitag) nahm Maria, die Muttergottes, ihren toten Sohn in den Arm. Diese Darstellung nennt sich Pietà.
Der Samstag vor Ostern zählt in der christlichen Kirche als stiller Tag, denn es ist der Tag der Grabesruhe Jesu und der Folgetag nach seinem Kreuzweg an Karfreitag.
Es gibt am Karsamstag in der katholischen Kirche keine Heilige Messe. Es ist der einzige Tag im Jahr, an dem die Altäre komplett leer sind (ohne Kreuz, ohne Kerzen, ohne Decken) und die Tabernakel offen stehen. Und auch die Glocken schweigen weiterhin (sie sind ja noch in Rom). Denn: Jesus ist tot.
Die Kirche wartet auf den 3. Tag, es ist nach Karfreitag und Karsamstag der Sonntag, Ostern!
Die Feier der Auferstehung (Osternacht) wird oft am Abend des Karsamstag gefeiert. Die Feier darf erst nach Einbruch der Dunkelheit beginnen. Das bedeutet, das Licht der Sonne darf nicht mehr zu sehen sein, damit das Symbol des Osterfeuers und der Osterkerze („Licht in der Finsternis“) zur Geltung kommt. In der Praxis legen die Bistümer oft eine Uhrzeit fest (meist nicht vor 20:00 oder 21:00 Uhr), abhängig vom Breitengrad und Sonnenuntergang.
In unserer Kirchengemeinde wurde die Osternacht (mit einem kleinen Osterfeuer vor dem Eingang, der Segnung und Einrichtung der Osterkerze mit Lichtfeier, dem Osterlob, einigen Lesungen des Alten Testaments und dem Taufversprechen) in den letzten Jahren in aller Frühe (z.B. 5:30 Uhr) gefeiert. So konnte man während der Feier den Sonnenaufgang als Symbol der Auferstehung erleben.
In diesem Jahr findet Ostersonntag in unserer Kirche das Festhochamt um 11 Uhr statt.