Seit Gründonnerstag: Glocken ruhen in Rom
Dass die Glocken „nach Rom fliegen“, ist eine der charmantesten Erklärungen der Volkskunde, aber dahinter steckt ein sehr bewusster theologischer Verzicht. Hier ist zu sehen, wie die Engel aus Rom die läutenden Glocken am Gründonnerstag abholen, hier gehts zum Video:
Der Ursprung dieser Redewendung ist nicht bekannt. Auch gibt es mehrere Vermutungen, warum die Glocken ausgerechnet „nach Rom fliegen“. Die wohl naheliegendste ist jene, dass die Glocken nach Rom fliegen, um sich den Päpstlichen Ostersegen „Urbi et Orbi“ zu holen und dann mit der Osterbotschaft zurückzukehren.
In der katholischen Kirche verstummen die Glocken nach dem „Gloria“ am Gründonnerstag. Sie bleiben bis zur Osternacht (der Auferstehungsfeier) stumm. Glocken gelten als festlich und jubelnd. Da man am Karfreitag und Karsamstag dem Leiden, Sterben und der Grabesruhe Christi gedenkt, passt ihr heller Klang nicht zur düsteren Atmosphäre.