Löschzug Niedersfeld zog Bilanz
Der Löschzug Niedersfeld hat bei seiner Jahreshauptversammlung am 10. Januar im Feuerwehrhaus eine starke Bilanz für das Jahr 2025 gezogen. 66 Einsätze, rund 1.250 Einsatzstunden und ein Personalzuwachs auf 72 aktive Mitglieder prägten das vergangene Jahr.
Damit stieg das Einsatzaufkommen im Vergleich zum Vorjahr mit 57 Einsätzen und 851 Stunden deutlich an. Unter den Einsätzen waren elf Brandeinsätze, zwölf technische Hilfeleistungen und drei Einsätze, bei denen Menschen in Notlage gerettet werden mussten. Besonders fordernd war ein überörtlicher Einsatz bei einem Waldbrand in Sundern im April sowie ein Küchenbrand mit akuter Gefahr für Menschenleben im Juni. Bei zwei Verkehrsunfällen musste technische Hilfe geleistet werden. Zusätzlich absolvierten die Einsatzkräfte 36 Übungsdienste mit insgesamt 1.200 Ausbildungsstunden.
Der Löschzug wuchs um acht Mitglieder auf nunmehr 72 Kameradinnen und Kameraden. Das Team der Atemschutzwerkstatt unter der Leitung von Christoph Tuss leistete über 650 ehrenamtliche Stunden.
„Das Ehrenamt ist das höchste Gut einer Kommune und verdient entsprechenden Stellenwert und Wertschätzung“, betonte der stellvertretende Bürgermeister Fritz Kelm in seinem Grußwort. Den Einsatzkräften gab er mit auf den Weg: „Kommt immer wieder heile zurück.“
Eine besondere Ehrung erhielt Hans-Erich Schmidt, der Präsident der Ehrenabteilung, für 50 Jahre treuen Feuerwehrdienst mit der Sonderauszeichnung in Gold des Verbands der Feuerwehren. Lukas Barth wurde für zehn Jahre Zugehörigkeit mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. Christoph Geilen und Marc Sartorius erhielten für 25 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit das Ehrenzeichen in Silber des Landes Nordrhein-Westfalen aus den Händen von Bürgermeister Michael Beckmann.
Befördert wurden Leon Tuss zum Feuerwehrmann, Mirko Harbecke zum Hauptfeuerwehrmann, Dominik Isken und Michael Wittebrock zum Unterbrandmeister, Steffen Schnier zum Oberbrandmeister, Marc Sartorius zum Hauptbrandmeister sowie Christoph Tuss zum Brandinspektor. Bastian Tuss wurde zum stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart bestellt, Wolfgang Padberg, Alexander Hümmecke und Mirko Harbecke verstärken künftig die Küchenabteilung. Leon Tuss wurde zudem aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Einsatzabteilung übernommen.
Der Nachwuchs ist gesichert: 18 Kinder engagieren sich in der Kinderfeuerwehr, 24 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Besonders stolz ist man auf den ersten Platz bei den Stadtjugendfeuerwehrspielen in Langewiese – als Sieger richtet Niedersfeld die Spiele am 18. April 2026 aus.
Der Leiter der Feuerwehr Winterberg, Martin Niggemann, kündigte bedeutende Investitionen an: Die Ersatzbeschaffung eines neuen Kommandowagens für den Löschzug Niedersfeld wurde auf 2027 vorgezogen, rund 300.000 Euro fließen in die Erneuerung der Atemschutzausrüstung der Feuerwehr Winterberg. Zudem soll eine First-Responder-Einheit aufgebaut werden, die bei medizinischen Notfällen schnelle Hilfe für die Bevölkerung leisten soll – noch bevor der Rettungsdienst eintrifft.
Das Foto zeigts Kameraden der Einheit Niedersfeld mit den Vertretern aus Rat und Verwaltung sowie dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr
v.l. Fritz Kelm, Michael Beckmann, Christian Schmidt, Martin Niggemann