ÖTV – ver.di – Savita: 65 Jahre Standort Niedersfeld
Bis Ende 2002 hat die Gewerkschaft ver.di das „ehemalige ÖTV-Heim“ oben in der Burbecke als Bildungsstätte. Die ÖTV-Bildungsstätte (später ver.di-Bildungsstätte) war eigentlich als reines Erholungsheim geplant. Schon 1959 begannt die Gewerkschaft ÖTV mit der Suche nach einem geeigneten Grundstück. 1961 und damit vor 65 Jahren begannen die Bauarbeiten. Im Februar 1964 folgte die offizielle Einweihung.
Über Jahrzehnte hinweg absolvierten hier Tausende von Arbeitnehmern und Jugendvertretern der Gewerkschaft ÖTV (Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr) Seminare zu Arbeitsrecht, Politik und Rhetorik. Die unmittelbare Nähe zur Natur des Sauerlandes trug zum erfolgreichen Konzept bei.
Ende 2002 gab die im Jahr zuvor zur ver.di fusionierte Gewerkschaft das Haus im Zuge einer Strukturreform auf. Das Haus wurde nach einigen Jahren Leerstand im Jahr 2013 verkauft und wird seither durch den gemeinnützigen Verein Freunde und Förderer von Savita e.V. betrieben.




Nach der Währungsreform von 1948 begann der damalige Gemeinderat von Niedersfeld, gezielt Großstädte und Organisationen anzuwerben, um Heime im Dorf anzusiedeln. Die Stadt Essen griff dies auf, plante die Einrichtung Anfang der 1950er-Seiten und baute das Heim als Pionierprojekt vor Ort.
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) schreibt im Juni 1974, dass die Stadt Esssen das „Haus Sonnenhang“ in Niedersfeld verkaufen wolle. Eine unzureichende belegung und Personalmangel sind die Hauptgründe. Man habe auch alternative Nutzungsformen geprüft, unter anderem ein Alten-Erholungsheim. Das sei aber nicht möglich. In den 1980er Jahren wurde das Kinderheim abgerissen.
